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Gib ab! Deine Stimme für "Schulen für Afrika"

BildanfangAfrikanische Kinder halten Tafel mit der Aufschrift: Schulen für Afrika. Quelle: schulenfuerafrika.deBildende

Ein halbes Jahr vor der Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika starten der internationale UNICEF-Botschafter Sir Roger Moore und die UNICEF-Paten Eva Padberg und Oliver Bierhoff die Kampagne "Gib Deine Stimme ab – für Schulen für Afrika!", um allen Kindern im südlichen Afrika einen Platz in der Schule zu verschaffen.

Im südlichen Afrika waren im Jahr 2007 etwa 32 Millionen Kinder an keiner Schule angemeldet. Hinzu kommen die Kinder im schulpflichtigen Alter, die zwar formal eingeschult sind, den Unterricht aber nicht besuchen können - zum Beispiel, weil sie arbeiten müssen, das Geld für Schulmaterial fehlt oder die Schule zu weit entfernt ist. Insgesamt bleibt so nach UNICEF-Schätzungen im südlichen Afrika jedem dritten Kind das Recht auf Bildung verwehrt. Mit den Millenniumszielen haben sich die Staaten unter anderem darauf geeinigt, dass bis zum Jahr 2015 alle Kinder zumindest die Grundschule besuchen und auch abschließen sollen. Dieses Ziel droht zu scheitern, wenn die Regierungen ihre Anstrengungen nicht rasch verstärken und deutlich mehr Mittel zum Ausbau der Grundbildung bereitstellen. Nach Berechnungen der Vereinten Nationen fehlen jährlich etwa 16 Milliarden US-Dollar, damit jedes Kind einen Platz in der Grundschule hat.

UNICEF richtet mit der Kampagne vier konkrete Forderungen an die Bundesregierung:

- In Bildung investieren! Die Bundesregierung soll ihr Versprechen einlösen und 0,7 Prozent des Bruttonationaleinkommens in Entwicklungshilfe investieren. Sie muss deutlich mehr für den Ausbau der Grundbildung für Kinder in besonders benachteiligten Ländern bereitstellen.

- Bildung bei den Staatschefs zum Top-Thema machen! Die Bundesregierung soll sich bei den G8 und G-20-Staaten dafür einsetzen, dass alle Geberländer gemeinsam 16 Milliarden US-Dollar pro Jahr für Grundbildung aufbringen.

- Gemeinsam mit Afrikas Regierungen für Grundbildung! Die Bundesregierung soll das Thema Bildung im Dialog mit den Partnerländern in der Afrikanischen Union ganz oben auf die Tagesordnung setzen. Die Regierungen sollen gemeinsam für jedes Kind den Zugang zu Bildung sicherstellen, für genügend Schulen und guten Unterricht sorgen.

- Über Afrika informieren! Kinder in Deutschland müssen im Schulunterricht mehr über die Situation der Kinder in den Entwicklungsländern erfahren. Entwicklungspolitische Bildung und Kinderrechte gehören verpflichtend in alle Lehrpläne ab der Grundschule.

Die Kampagne wird unterstützt von den VZ-Netzwerken (schülerVZ, studiVZ, meinVZ). Gemeinsam rufen UNICEF und die VZ-Netzwerke die Bundesbürger dazu auf, im Internet mit ihrer Unterschrift auf einem virtuellen Fußball ihre Solidarität zu zeigen. So will UNICEF Deutschland den Druck auf die Regierungen erhöhen, das Recht auf Bildung für jedes Kind zu verwirklichen. Weitere Informationen erhält man über die Kampagnenwebsite.


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