Nord-Süd Partnerschaften: bundesweit
Hier werden Vereine, Initiativen, Stiftungen und Programme vorgestellt, die bundesweit Schulpartnerschaften, Austausch und Begegnungen zwischen Nord und Süd aufbauen helfen und vielfältige Unterstützung anbieten.
ENSA-Programm
ENSA, das "Entwicklungspolitische Schulaustauschprogramm", fördert den entwicklungspolitischen Schulaustausch zwischen Deutschland und Entwicklungs-/Transformationsländern. Mit ENSA können deutsche Schulen ihre Partnerschulen besuchen oder ihre Partnerschüler/-innen in Deutschland als Gäste willkommen heißen. Die Schüler/-innen arbeiten gemeinsam an einem Thema und lernen dabei Unterschiede und Gemeinsamkeiten der jeweiligen Heimatländer kennen. ENSA ist eine Initiative des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).
Schulen - Partner der Zukunft (PaSch)
PaSch ist eine Initiative des Auswärtigen Amtes zur Förderung von Schulpartnerschaften in ausgewählten Staaten in Ost-, Südosteuropa, in Zentralasien und der Kaukasusregion sowie in China, Indien und der Türkei. Der Pädagogische Austauschdienst (PAD) des Auswärtigen Amtes hilft bei der Suche nach Partnerschulen und gewährt Reisekostenzuschüsse für ausländische und deutsche Schülergruppen sowie Zuschüsse zu vorbereitenden Besuchen und zu Kosten in Zusammenhang mit einem gemeinsamen Projekt. Die Anträge sind jeweils spätestens 4 Wochen vor Beginn der Reise von der deutschen Schule zu stellen. Weitere Informationen zu den Voraussetzungen und Antragsformulare finden sich auf der Homepage des PAD. Dort gibt es mit "Partnerschulnetz.de" auch eine virtuelle Partnerbörse, die es deutschen und ausländischen Schulen weltweit ermöglicht, Wege zu einer internationalen Partnerschaft zu finden.
voneinander lernen ....Fördermöglichkeiten für Nord-Süd-Partnerschaften
Partnerschaften zwischen Kirchengemeinden, Jugendgruppen und Schulen sind eine Chance, Menschen aus Ländern des Südens zu begegnen, sie in ihrem Alltag zu begleiten und voneinander zu lernen. Deshalb fördert der Evangelische Entwicklungsdienst (EED) bereits seit 30 Jahren Ökumenische Lernreisen/Begegnungsprogramme - mit Partnern aus Ländern des Südens in Deutschland und in Ländern des Südens. Bislang wurden ca. 2.500 Reiseprogramme bezuschusst, an denen rund 12.000 Menschen aus über 50 Ländern teilgenommen haben. Daneben fördert der EED mit seiner Förderlinie "Partnerschaftsprojektefonds" auch kleine Entwicklungsprojekte, die im Dialog von kirchlichen Partnerschaftsgruppen und deren Partnergruppen im Süden, in Süd-Osteuropa und im Kaukasus entwickelt werden. Mit Seminarangeboten unterstützt der EED die Arbeit von Partnerschaftsgruppen und bietet ihnen Gelegenheit zum Austausch und zur Qualifikation ihrer Arbeit. Flyer und Informationen zu den Förderprogrammen und Seminaren finden Sie auf der EED-Homepage. Zu den Erfahrungen von Partnerschaftsgruppen hat der EED auch eine Ausstellung entwickelt. Die Ausstellung "Momentaufnahmen" besteht aus 20 Bildtafeln im DIN A 2-Format und kann von Gemeinden, Schulen und allen an Partnerschaftsarbeit Interessierten kostenlos ausgeliehen werden.
Förderung von Schulpartnerschaften mit Israel oder Palästina durch das Auswärtige Amt
Das Auswärtige Amt fördert Schülerbegegnungen im Rahmen von Schulpartnerschaften mit Israel oder Palästina mit einem Zuschuss zu den Flugkosten für die israelischen bzw. palästinensischen Schülerinnen und Schüler. Das Programm wird durch den Pädagogischen Austauschdienst der Kultusministerkonferenz (PAD) betreut und koordiniert. Kriterien für eine Förderung sind u.a. ein Besuch auf der Basis von Gegenseitigkeit im Rahmen einer langfristig angelegten Partnerschaft, eine Begegnung während der Schulzeit mit gemeinsamem Unterricht, Veranstaltungen oder Projektarbeit, die Unterbringung in Gastfamilien und ein Mindestaufenthalt von 10 Tagen. Priorität haben Anträge für Begegnungen mit israelischen bzw. palästinensischen Schülerinnen und Schülern, die Deutsch lernen. Anträge für das gesamte Kalenderjahr müssen bis zum 15. Februar direkt beim Pädagogischen Austauschdienst (PAD) vorliegen.
Koordinierungskreis Mosambik (KKM)
Schon seit mehr als 20 Jahren engagiert sich der KKM e.V., ein Netzwerk von Organisationen, Gruppen, Schulen und Einzelpersonen, die sich für einen Austausch zwischen Menschen in Mosambik und Deutschland einsetzen, im Bereich Schulpartnerschaften und bietet interessierten Schulen vielfältige Unterstützung.
PROBONO Schulpartnerschaften für Eine Welt e. V.
PROBONO Schulpartnerschaften für Eine Welt e. V. ist eine gemeinnützige Organisation, die Partnerschaften zwischen Schulen in Deutschland und Schulen in Afrika - insbesondere in Tansania, Kenia, Südafrika und Uganda - fördert. Ziel des Vereins ist es, die Bildung an den afrikanischen Partnerschulen zu unterstützen und soziale Werte und ein soziales Engagement an deutschen Schulen zu fördern. Im Rahmen dieser Nord-Süd-Schulpartnerschaften stellt die Organisation finanzielle Mittel für die Schulen und die Ausbildung bedürftiger Schüler in Afrika bereit, regt den Dialog und Projekte an und unterstützt Begegnungsreisen. Die kontinuierliche finanzielle und betreuerische Unterstützung hat zum Ziel, die Bildungssituation der Partnerschule im Süden nachhaltig und längerfristig zu verbessern.
Brücken zu Indien bauen - Die Karl Kübel Stiftung
Im Rahmen ihrer Bildungsarbeit unter dem Titel "Jugendaktion - Eine Welt leben lernen" fördert und unterstützt die Karl Kübel Stiftung Schulen, die "Brücken nach Indien" bauen wollen. Mit Unterrichtsmaterialien, der Organisation von Projektwochen oder der Durchführung von Schüler- und Lehrerworkshops zum Thema unterstützt die Stiftung die Auseinandersetzung mit Indien in Schule und Unterricht und den Aufbau von Nord-Süd-Partnerschaften.
"WeltKlasse!": Partnerschaften mit Schulen in Bangladesch
"WeltKlasse!": Der Name für Partnerschaften mit Schulen in Bangladesch ist Programm bei NETZ - als Instrument des Globalen Lernens. Über 7.500 Kilometer Entfernung baut die Partnerschaft eine Brücke von Schulen oder Aktionsgruppen in Deutschland zu Dörfern im Norden Bangladesch. NETZ e.V. unterstützt Schulen in Deutschland bei der Gründung einer Partnerschaft mit Grundschulen in Bangladesch. Die Partnerschaft beinhaltet altersgruppengerechtes Bildungsmaterial über Bangladesch, ausführliche Berichte über die Grundschule und Briefwechsel. Auch der Besuch und persönliche Bericht eines jungen Freiwilligen, der in dem Bildungsprojekt in Bangladesch mitgearbeitet hat und die jeweilige Schule kennt, ist möglich.